Das Kirchenjahr und seine Feste

Der Zyklus des Kirchenjahres beginnt in der evangelischen und der katholischen Kirche mit dem ersten Adventssonntag und endet mit den Heiligen Drei Königen am sechsten Januar. Orthodoxe Kirchen beginnen am ersten September. Manche Feste wie etwa Weihnachten, Reformationstag und Neujahr haben in Deutschland ein festes Datum. Jedoch werden in Deutschland nicht in jedem Bundesland die gleichen kirchlichen Feiertage begangen. Die in bestimmten zeitlichen Abständen gefeierten Festgottesdienste erinnern hauptsächlich an die Leiden, den Tod und die Auferstehung Jesus. Sie halten zudem die Hoffnung auf seine Wiederkunft wach.

Das Kirchjahr — der Ursprung

Die Bezeichnung Kirchenjahr wurde erstmals im 16. Jahrhundert verwendet. Früher fand im wöchentlichen Rhythmus sonntags der Gottesdienst statt. Mit Ostern im zweiten Jahrhundert gab es den ersten festen christlichen Feiertag, der jährlich stattfand. Dazu kommen Festtage zu Ehren von bestimmten Heiligen, die durch einen vorbildlichen Lebensstil aufgefallen sind.

Das Weihnachtsfest entstand im vierten Jahrhundert. Es ging einher mit der Erscheinung des Herrn. Als Nächstes bildeten sich die Vorbereitungen rund um Ostern wie etwa Fastenzeit, Karwoche, Osterzeit, Christi Himmelfahrt und Pfingsten heraus. Ähnlich wurde es mit der Adventszeit zu Weihnachtszeit gehandhabt. Zusätzliche kirchliche Feiertage nehmen Bezug auf kirchengeschichtliche Ereignisse, die für die evangelische und die katholische Kirche gleichermaßen von Bedeutung sind.

Christi Himmelfahrt — Vatertag

Im Volksmund nennt man Christi Himmelfahrt auch Vater-oder Herrentag. Hier treffen sich Männer, um gemeinsam eine Wanderung oder eine Ausfahrt zu unternehmen. Häufig sind die Ausflugsziele Gaststätten.

Gläubige gedenken an diesem Tag der Rückkehr des Gottessohnes zu seinem Vater. Im Neuen Testament steht, dass Jesus nach der Auferstehung vierzig Tage zu seinen Jüngern sprach. Danach ist er aufgefahren in den Himmel. Die Tage vor der Auferstehung nannte man Bitttage, in alten Zeiten baten Gläubige um ein gutes Erntejahr. Hier entstanden auch die Prozessionszüge, aus denen auch die Männertags-Wanderungen resultieren.

Immer mehr Thementage werden speziellen Anliegen gewidmet, wie etwa Familiensonntage, der Weltmissionstag der Kinder und der Weltfriedenstag.

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